Modellbau und mehr
  TAJA v. MTS, Retro - neu aufgebaut
 
Nach Langem hin und her "Was machen wir Neues?" fand ich eine TAJA von MTS (Modell Technik Strotmann) 
bei Ebay - das Schwesterchen der TOBI, ein Eco.
Sie wurde Ende der 70er, Anfang der 80er vertrieben und für den vollgetauchten Antrieb ausgelegt.
"Das ist es" dachte ich mir und habe den noch rohen Rumpf kurzer Hand ersteigert.

So, und was nun?
Der ABS-Rumpf war altersbedingt sehr spröde, es fehlte eine Ecke und der Vorbsitzer hatte ihn auch nicht gerade sauber ausgeformt / zugeschnitten.
Es blieb nur die Möglichkeit das gute Stück abzuformen und neu auferstehen zu lassen - in GFK.

Hier das Original wie ich es bekam:




Seiner Zeit hieß es: "Das Teil läuft nicht".
Klar, bei der Antriebsauslegung und den damals möglichen Setup´s - kein Wunder.




Diese sollte sich nun ändern ...

Zuerst brauchten wir eine Form, hier bot sich Gips als gutes und günstiges Formmaterial an.



Jetzt kam der "Laminator" ins Spiel, ein eng befreundeter Modellbauer, der genau zwei Rümpfe erstellte.
Einen für jeden von uns, mit modifiziertem Heckspiegel - limitierte Auflage!



Wie man sieht wird der GFK-Rumpf ohne die häßliche Klebenaht wie beim Original erstellt.



Nun konnte es an den Innenausbau und Einbau der RC-Komponenten gehen.
Zuerst bekam das Boot eine sichere Deckelhalterung mit CFK-Teilen und M4-Gewinde.



Ich entschied mich für einen zweimotorigen Aufbau mir 2x HK 2223/3500kv an 1x 3S Lipo.
Ein recht passendes Setup für einen Dreipunkter.



Als Motorhalter dient je eine Reglerkühlplatte, die beiden 100A Regler lagen hier noch rum und passten optimal ins Boot, dazu noch ein steckbares BEC Marke Eingenbau.



Nun ging es an die 1,5mm Federstahl MiniStrut- Wellenanlage von R.Schnippkoweit alias Dr. Psycho
mit einfachen Chinarudern (lies sich leider nicht anders machen - Sorry an "Schnippi").
Diese Wellenanlage erwies sich als ideal für dieses Modell.



Als Servo kam nur ein Low-Profil-Servo mit Eigenbau Servohalter aus CFK in betracht.



So schaut es eingebaut aus, die Anlenkungen bestehen aus den 1,5mm Federstahlresten der Wellen.



Nun war die WK an der Reihe, zwei Kreisläufe sollten für eine gute Kühlung sorgen.


Zweimal Einlass an den Rudern ...                            ... und zwei Auslässe an den Seiten.

Erste Testfahren an 3S zeigten dass sich der Rumpf nicht richtig vom Wasser löste.
Die Ursache hierfür war an den zu flachen Tatzen zu suchen.
Diese habe ich mit kleinen Winkeln, etwas GFK und 2K-Spachtel in Form gebracht.



Jetzt lag das Boot schön auf den vorderen Abrisskanten und den Props im Wasser.

Zum Schluss musste es nur noch lackiert werden, was auch recht gut gelungen ist.


Setupwechsel:
Aktuell wird das Boot mit zwei H2223/4400 und einem 3S 5000 40C Lipo sowie 36er Props gefahren.
Es liegt damit sauber auf dem Wasser und erreicht einen Speed von +70km/h.

Ps. Turnfinnen wie in der oben gezeigten org. Skizze sind bei "unseren Taja´s" völlig überflüssig

Hier ein Video von den Booten (klick)

Ende.


 
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